Historie

Gründungsjahre

Gründerväter der Heimattreuen HammerIm Jahr 1926 wurde die "Gesellschaft Heimattreue Hammer" gegründet. Als Gründungsmitglieder sind Heinrich Eyckeler, Wilhelm ("Willi") Etz, Pater Sadoc Stuhlweißenburg und Sanitätsrat Dr. Jakob Hecker zu nennen, wobei letzterer als Vater der Gesellschaft gilt. Erste schriftliche Berichte (interner Bereich) stammen aus dem Januar 1928.


Regimentskönig Johann DahmenBereits ein Jahr später, im Oktober 1927, wurde aus der Gesellschaft die "Kompagnie Heimattreue Hammer", welche nun auch aktiv am Leben der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft teilnahm. Bei einem Großteil der Mitglieder handelte es sich um Menschen, die mit Hamm auf verschiedenste Weise verbunden waren, aber (weit) außerhalb Hamms lebten. Somit schaffte es die Gesellschaft bzw. die Kompagnie für diese Menschen die Bindungen und Freundschaften mit ihren Hammer Freunden über Jahre hinweg zu erhalten und zu festigen. So stellte die kleine Kompanie im Jahre 1932/33 sogar einen Regimentsschützenkönig: Johann Dahmen.


Erste FahneIm Jahre zuvor hatte der damalige Kompaniekönig Heinrich Eyckeler eine Fahne gestiftet, die auf der (grünen) Vorderseite als Symbol den hl. Christophorus als Wanderer mit Stab und dem Christuskind auf dem Arm zeigt. Er gilt als Schutzpatron der Reisenden und nimmt somit als Motiv auf, dass einige Mitglieder reisen müssen, um in ihre Heimat Hamm zu kommen. Auf der Rückseite finden sich das Wappen der preußischen Rheinprovinz und das der Stadt Düsseldorf, Sitz von deren Provinziallandtag und des Landeshauptmanns. Zentral aufgestickt ist der Name der Gesellschaft, wie sie sich damals noch nennt. Am unteren Rand befinden sich zwei weitere Heilige, die in unterschiedlicher Weise auch später wieder aufgegriffen werden: der Pfarrpatron St. Blasius und St. Sebastianus (in einer eher unüblichen Darstellung als römischer Soldat mit Schild - ohne das den Heiligen normalerweise kennzeichnende Attribut der Pfeile (?)). Dechant Johannes Schmitz, Pfarrer von St. Blasius, weihte diese Fahne am 25. Januar 1931. Der Dominikaner-Pater Sadoc M. Stuhlweißenburg (Link in den intern Bereich), das erste Ehrenmitglied der Kompanie, hielt auf dem Fahnenweihfest in Heckers Gartenlokal (J. Sacha), bei dem 900 - 1000 Besucher anwesend gewesen sein sollen, eine "ganz glanzvolle Festrede, die in allen Tageszeitungen veröffentlicht worden ist", wie der Schriftführerbericht von Jean Eßer für diesen Tag festhielt.

Im Oktober 1932 beteiligten sich die Heimattreuen Hammer, ebenso wie weitere Kompanien der Hammer Schützenbruderschaft, am Fest der "Erzbruderschaft vom Heiligen Sebastianus", dem Vorläufer des Bund der historischen Deutschen Schützenbruderschaften (BHDS), welches in Düsseldorf mit einer Beteiligung von 20.000 Schützen stattfand. In der Maschinenhalle zelebrierte der Kölner Weihbischof Joseph Hammels ein Pontifikalhochamt. Im Anschluss daran gab es auf der Cecilienallee (und dem heutigen Joseph-Beuys-Ufer) eine Parade der Schützen, die am Ulanen-Denkmal von den "Honoratioren" abgenommen wurde. Den Abschluss bildete eine Veranstaltung zur Aufstellung der Statuten der Erzbruderschaft und ein Preisfahnenschwenken im Zooviertel.

Zeit des Nationalsozialismus, Kriegsjahre und Wiederbeginn

Nur wenig später übernehmen die Nationalsozialisten die Macht im Deutschen Reich und die Ausrichtung auf den Führer und die NS-Parteiideologie bringen immer stärker werdende Einschränkungen für das (katholische) Schützenwesen mit sich.

NS-Fahnenband Kompaniefahne Zumindest zwischen 1933 und 1938 können jedoch noch Schützenfeste abgehalten und Regimentskönige der Hammer Bruderschaft ermittelt werden - auch wenn schon beim ersten Schützenfest dieser Zeit die Hakenkreuzfahne am Schießstand weht, Fahnenbänder mit Hakenkreuzen an der einen oder anderen Kompaniefahne hängen und eines als Schleife am Gedenkkranz zu sehen ist, bei der Kranzniederlegung am Ehrenmal der Kirche mit dem "deutschen Gruß" gegrüßt wird und sich vereinzelt Männer in Uniformen von NS-Organisationen in den Schützenumzug einreihen. Die Zeichen der "neuen Zeit" sind erstaunlich schnell - und aus heutiger Sicht schon im Herbst 1933 erschreckend vielfältig - im Schützenwesen des eher beschaulichen Hamm präsent. Die letzten schriftlichen Eintragungen im Schriftführerbuch unserer Kompanie dieser Jahre stammen aus den Tagen vom 22. August bis zum 10. September 1936, in denen auch das jährliche Schützenfest gefeiert wurde:

Düsseldorf, 22.8.1936
Am Mittwoch den 26.8. abends 8 ½ Uhr im Lokal "Zum Goldenen Kessel" hielten wir unsere letzte Versammlung ab.
Tagesordnung.
1.) Endgültige Beschlussfassung über Aufstellung einer Schützenkompagnie
2.) Aufstellung eines Programmes für die Hammer Kirmestage
Aber es konnte keine Einigung stattfinden.

Düsseldorf, 1.9.1936
Es war uns leider in diesem Jahr nicht möglich, eine Schützenkompagnie für das Hammer Schützenfest aufzustellen.
Trotzdem nehmen wir an dem schönen Heimatfest regen Anteil.

Dienstag den 8.9. 11 Uhr bei [... Text fehlt ...] bekannte Frühstück von unserem [... Text fehlt ...] Heinrich.

Mittwoch den 9.9. hielten wir abends 8 ½ ein Familienfest mit dem traditionellen Hahnenköpfen. Hahnenkönig wurde dieses Jahr Peter Schneider.

Donnerstag den 10.9. 11 Uhr war letzter Fußappell beim Uerigen. Die Mitglieder waren zahlreich erschienen, denn das prima Frühstück mit seinen Gläsern Alt wollte keiner verpassen.

Danach findet sich (nach aktuellem Stand) nur noch ein Brief des damaligen Hauptmanns und des 1. Vorsitzenden (interner Bereich) aus dem September 1937 an die Mitglieder zum Programm der Heimattreuen für die Kirmes 1937, die jedoch wieder ohne Beteiligung einer Schützenkompagnie der Heimattreuen stattfinden wird. (Es sei angemerkt, dass der Brief den Hinweis enthält, dass das Abendessen am Montag vom "Verpflegungsoffizier" der Heimattreuen gestiftet wird.)

Der auch für Hamm einschneidende 2. Weltkrieg unterbrach für die nächsten Jahre nicht nur die Aktivitäten der Heimattreuen Hammer sondern aller Hammer Schützen vollständig: Das traditionell für das erste Septemberwochenende 1939 (Sa. 2.9. - Di. 5.9.) geplante Schützenfest findet aufgrund des tags zuvor begonnenen Krieges nicht mehr statt. Mit der Kapitulation des Deutschen Reiches am 8. Mai 1945 werden Schützenvereine von den Allierten als uniformierte Waffenträger grundsätzlich verboten.

Einladungskarte zur ersten NachkriegsversammlungErst am 26. August 1947 - also mehr als zweieinviertel Jahre nach Kriegsende - versammelten sich die verbliebenen Mitglieder der Heimattreuen Hammer erstmals wieder (siehe überlieferte Einladungspostkarte). Seit dem letzten Vorstandsbrief zum Programm der Kirmes 1937 sind ziemlich genau 10 Jahre vergangen. Trotzdem fanden die Ehemaligen wieder als Kompanie zusammen. Der Neuaufbau erfolgt ziviler als zuvor - bisherige militärische Attribute treten in den Hintergrund, eine weißes Hose (am dritten Tag der Kirmes auch gerne auf links getragen - eine Ersatzhose gab es meist nicht) und weißes Hemd mit Krawatte sind jetzt Uniform. Nach einer Versammlung entscheiden sich die Heimattreuen Hammer mit etwa 15 - 20 Kameraden (laut Meldung an den Vorstand der Hammer Bruderschaft) wieder aktiv am Schützenfest 1947, der ersten Hammer "Bunkerkirmes", teilzunehmen. Dieser Entscheidung gebührt höchster Respekt vor dem Hintergrund der heute nicht mehr nachvollziehbaren täglichen Sorgen und Nöte der Hammer Bürger. Sie bezeugt das Ziel der Kompanie, zu den überlieferten und bewährten Traditionen der Schützenbrüder zurückzukehren, die der Gemeinschaft im Dorf und den Idealen der dort lebenden Menschen über Jahrhunderte gut gedient haben!

Aufblühen und altersbedingter Niedergang

Kompanie 1951
Erstes Nachkriegskompaniefoto 1951 (mit Namen im internen Bereich)
Die schon bei der Bunkerkirmes wieder vereinten Kameraden der Heimattreuen Hammer beginnen neben der Suche nach weiteren lebenden "Ehemaligen" mit dem Werben neuer, junger Mitglieder. Diese können das Schützenwesen nach den Kriegsjahren jetzt aktiv kennen lernen und (er)leben - wie beispielsweise der Regimentskönig des Jahres 1947 Kaspar von Zons und sein Brudermeister Josef Etz (vorher Schützenkompanie Liederkranz) und andere, die neu bei den Heimattreuen ein- oder übertreten. Der Enthusiasmus ist so groß, dass die Gesellschaft für den 28. Januar 1948 ein Winterfest im Bruderhaus (Wwe. Brögelmann bzw. Etzweiler) ausrichtet. Neben einer Sängerin ist eine Kapelle mit 4 (bzw. 5) Mann Besetzung sowie ein Humorist engagiert, wie aus dem Genehmigungsersuchen an die Stadt hervorgeht. Auch die Polizeistunde soll um eine Stunde auf 1 Uhr nachts verängert werden. Das Fest wird ein so großer Erfolg, dass es 1949 wiederholt werden soll.

Kompanie zur Feier 500 Jahre Bruderschaft
Die Heimattreuen Hammer 1958 (mit Namen im internen Bereich)
Nach und nach werden die "überlieferten Sitten und Gebräuche und der traditionellen Heimatfeste" wie es im Rundbrief zum Winterfest 1948 heißt wieder aufgenommen und mit Leben gefüllt. Zehn Jahre später - im Jahr 1958 zum 500-jährigen Bestehen der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft - wurde ein großes Jubiläum zusammen im Dorf gefeiert.

Für das wieder eingeführte Kompanieschießen wurde eine silberne Königskette erworben. Erster Träger der Kette ist im Königsjahr 1975 / 1976 Leo Jansen.

Regimentskönig Volker HolterboschIm Jahr 1982, genau 50 Jahre nach dem ersten Königsschuss war es dann wieder soweit, und die Kompanie "Heimattreue Hammer" stellte mit Volker Holterbosch erneut einen Regimentskönig.

Zudem wurde in diesem Jahr tatsächlich eine - schon zum 50-jährigen Jubiläum angedachte - neue Kompaniefahne angeschafft und von unserem Pfarrer Nikolaus Faber am 20. Mai 1982 (Christi Himmelfahrt) während eines feierlichen Hochamtes geweiht. Wieder war auf der Vorderseite auf dunkelgrünem Grund der hl. Christophorus als Wanderer abgebildet. Die Rückseite zeigt den Namen der Kompanie sowie das Gründungsjahr noch einmal in der ursprünglichen Schreibweise "Kompagnie" und in den Ecken das Wappen der Landeshauptstadt Düsseldorf, das Wappen des Landes Nordrhein-Westfalen, den hl. Sebastianus (siehe auch erste Fahne) und den hl. Bischof Blasius, den Schutzpatron der Pfarrkiche Hamms (von links oben nach rechts unten).

50 Jahre - FahnenweiheLeider ließ krankheitsbedingt und aufgrund des fortschreitenden Alters der Mitglieder das Interesse und die aktive Teilnahme am Schützenwesen stark nach, so dass 1985 schließlich nur noch die Fahnengruppe übrig blieb und Josef Etz einen Hilferuf an alle Mitglieder (interner Bereich) sendete.

Durch den unermüdlichen Einsatz einiger weniger Kameraden konnte dann die Auflösung der Kompanie doch noch abgewendet werden. Da allerdings die verbliebenen Mitglieder nicht jünger wurden und auch keine konkrete Aussicht auf Nachwuchs bestand, drohte die Kompanie endgültig im wahrsten Sinne des Wortes "auszusterben".

Erfolgreiche Nachwuchswerbung ... eine Art Neuanfang

Unser Hauptmann Klaus Jansen wollte dem allerdings nicht tatenlos zusehen und gab nicht auf, bei der Jungschützenkompanie um Nachwuchs zu werben. Im Jahr 2003 sollte seine Mühe belohnt werden. 19 neue Mitglieder traten in den Verein ein, womit die Mitgliederzahl vervierfacht und das Durchschnittsalter halbiert wurde.

Kompanie Heimattreue-Hammer zum Schützenfest 2004
Die Heimattreuen Hammer 2004 zum ersten Mal mit Mitgliedern in neuer Uniform (mit Namen im internen Bereich)
Dies brachte viele Veränderungen, die von den bisherigen Mitgliedern bereitwillig und mit großem Interesse angenommen wurden. So wurde z.B. eine neue Uniform angeschafft, zu der neben einer weißen Hose, einem schwarzen Jägerhut mit Hahnenschlappe und Rehhaar-Rosette nun auch wieder Säbel für die Offiziere und Gewehre für die anderen Mitglieder. Auf beides wurde zwischen 1947 und 2004 verzichtet. Diese neue Uniform löste in der gesamten Bruderschaft sehr positive Resonanz aus. Für das Schützenfest wurde ein eigenes Tambourcorps sowie eine Blaskapelle verpflichtet und am Fackelzug wurde nach Jahren wieder - zudem erfolgreich - mit einer eigenen Fackel teilgenommen. Im Jahr 2007 wurde dann ebenfalls die "alte" Fahne von 1982 überarbeitet und erneut geweiht. Seitdem erstrahlte sie in neuem Glanz. Aufgrund der vielen Aktivitäten hat die Kompanie zwischenzeitlich den Beinamen "Event-Verein" erhalten, und auch die weiter steigenden Mitgliederzahlen zeigen die große Begeisterung für den Verein, der mittlerweile auch einige Vorstandsmitglieder der Bruderschaft stellt.

Stefan RegimentskönigEs ist Zeit, sich nach den "mageren" Jahren wieder in der Hammer Bruderschaft als aktive Kompanie "zurückzumelden": Nach dreißig Jahren Wartezeit war es dann im Jahr 2012 soweit, und unser Stefan wurde spontan Regimentskönig! Damit stellen die Heimattreuen Hammer zum dritten Mal einen stolzen Regimentskönig. Als unser Stefan für alle Kameraden spontan an den Schießstand ging, konnte es noch keiner so richtig begreifen. Doch als dann die Platte fiel war es klar: Stefan und Nadine Kreuels von den Heimattreuen Hammern sind das neue Regimentskönigspaar 2012/2013 in Düsseldorf-Hamm.

Schnell fanden sich dann auch zwei Brudermeisterpaare: Andreas Schielmann und Melanie Kohlhaas ebenfalls von den Heimattreuen Hammern und der Bruder von Stefan, René Kreuels und seine Frau Christina aus der St. Blasius-Kompanie.

Kompanie Heimattreue-Hammer Schützenfest 2013
Die Heimattreuen Hammer 2013 zum Abschluss des Königsjahres von Stefan Kreuels (mit Namen im internen Bereich)
Im Jahr 2014 wurde ein weiteres Projekt gestartet: Die aus dem Jahr 1982 stammende und im Jahr 2007 überarbeitete Fahne sollte erneuert werden. Grund hierfür war neben dem Alter der Fahne der Umstand, dass die horizontale Orientierung der Darstellung (wie es für die Nutzung als Auslegerfahne richtig wäre) nicht zur realen Trageweise der Fahne passt. Wie die meisten anderen Kompaniefahnen der Bruderschaft sollte daher die Darstellung im 45°-Winkel auf dem quadratischen Tuch erfolgen. Das bisherige Motiv (hl. Christophorus als Wanderer) sollte jedoch in zeitgemäßer Form übernommen werden. Da der Kompaniename mit dem neuen Entwurf auf die Vorderseite gewandert ist, wurde für die Rückseite als zentrales Motiv die Hammer St. Rochus-Kapelle am Ende der Fährstraße ausgewählt, in den Ecken umgeben von dem Stadtwappen Düsseldorfs, dem Landeswappen Nordrhein-Westfalens, dem hl. Sebastianus und einer Schützenscheibe hinter gekreuzten Gewehren. (Das Logo auf dieser Webseite nimmt somit Bezug auf die beiden zentralen Elemente der aktuellen Fahne.)

Die Weihe der Fahne erfolgte zur Fronleichnamsprozession am 31. Mai 2015 durch den Präses der Bruderschaft Diakon Herbert Erdt.

"Stütze des Schützenwesens in Hamm"

Auch in den Jahren nach 2004 wächst der Verein kontinuierlich weiter durch die Aufnahme neuer Mitglieder, die über Verwandtschaft, Freunde oder auch aus anderen Kompanien zu den Heimattreuen stoßen. Im Jahr 2017 wechseln 8 Mitglieder der Jungschützenkompanie zu uns, verstärken und verjüngen damit unsere Kompanie. Dies zeigt, dass die "Heimattreuen Hammer" weiterhin attraktiv und lebendig sind.

Kompanie Heimattreue-Hammer zum Schützenfest 2018
Die Heimattreuen Hammer 2018 zum Abschluss des Königsjahres von René Peltzer (mit Namen im internen Bereich)
Zum Schützenfest 2018 hat die Kompanie 45 aktive Mitglieder im Alter zwischen 27 und 90 Jahren.

Viele unserer Kinder lernen das Schützenwesen bei unseren gemeinsamen Veranstaltungen kennen und begeistern sich dafür. Die Jüngeren laufen auch gerne im Schützenumzug und bei den Paraden mit.

Einige der Größeren sind inzwischen, um das Brauchtum in Hamm weiter zu leben und zu pflegen, schon selbst in der Jungschützen-Kompanie der Bruderschaft aktiv! Gut unterrichteten Quellen zufolge soll es unser Nachwuchs dort sogar schon bis zum Kompaniekönig gebracht haben!

Kompanie Heimattreue-Hammer zum Schützenfest 2019
Die Heimattreuen Hammer 2019 zum Abschluss des Königsjahres von Andreas Küpper (mit Namen im internen Bereich)
In den Jahren 2017 und 2018 stellt die Kompanie mit René Peltzer und Andreas Küpper zweimal in Folge den Regimentskönig in Hamm. Das Engagement der Kompanie für die Bruderschaft zeigt sich auch darin, dass Ende 2016 Bernd Kampes zum Oberst und Michael Scheurenberg zum Major gewählt werden. Einer der "Nachrücker" bei den Adjutanten ist Freddy G. Hilden, ebenfalls ein Heimattreuer Hammer. Anfang 2018 wird Robert Felsberger als 2. Regimentsfähnrich vorgestellt und besteht seine Feuertaufe während der Kirmes 2018 mit Bravour. Im Sommer diesen Jahres siegt René Peltzer beim Königsschießen der IGDS auf der Rheinwiese und wird so erster Stadtkönig Düsseldorfs aus der Hammer Bruderschaft. Auf der Generalversammlung der Bruderschaft desselben Jahres wird zudem unser Kamerad Christian Roth zum 2. Schriftführer gewählt.

Der 1. Chef der Bruderschaft, Willi Andree, bezeichnet auf der Kirmes 2018 die Kompanie "Heimattreue Hammer" als eine "starke Stütze des Schützenwesens in Hamm, nachdem sie vor 15 - 20 Jahren fast vor ihrer Auflösung stand".

Das Jahr 2020 - Corona-Pandemie

Das Jahr 2019 steht auch für die Hammer Schützen ganz im Zeichen der 625-Jahr-Feier der Eingemeindung von Hamm nach Düsseldorf. Beginnend mit dem Weihnachtsmarkt 2018 auf De Blääk spannt sich ein Festzyklus über das Ganze Jahr mit dem Schützenfest bis hin zum grandiosen Finale, dem Oktoberfest auf dem Nikolaus-Faber-Platz.

HTH-Logo Overlay CoronavirusGanz tradtionell eröffnen die Hammer Schützen das Kalenderjahr mit der Feier des St. Sebastianus-Patronatsfestes - in diesem Jahr am 12. Januar. Eine noch im Dezember 2019 entdeckte Virusinfektion breitet sich - bis Mitte Februar zunächst mit eher geringer Aufmerksamkeit in Europa - scheinbar von Asien ausgehend erst als Epidemie in den Folgemonaten zur Pandemie werdend auf dem gesamten Erdball aus.

Dies bringt nicht nur bis dahin kaum vorstellbare Veränderungen und Einschränkungen des öffentlichen und gesellschaftlichen Lebens mit sich. Die Pandemie legt für nunmehr mehr als ein halbes Jahr nahezu das gesamte Vereinsleben der Heimattreuen und der Bruderschaft lahm. Es finden in diesem Jahr weder Krönungsbälle, noch Kompanieschießen oder das Schützenfest statt. Bisherige Ausfälle des Schützenfestes waren entweder bedingt durch Kriege, Besatzung oder schwere bzw. mehrfache Hochwasser. Selbst als 1961 die Rheinkirmes wegen der Polio-Epidemie in Deutschland abgesagt wurde, konnte in Hamm ein Schützenkönig gekürt werden. Aktuell ist nicht absehbar, wann und wieweit das Vereinsleben zur gekannten Normalität zurückfinden wird.